Mittwoch, 28. Oktober 2015

Kleines Modularrangement beim MEC Dülmen

Der Modelleisenbahnclub Dülmen 1988 e.V. versucht seinen Mitgliedern mindestens einmal jährlich die Gelegenheit zu geben, auf der vereinseigenen Modulanlage Betrieb zu machen. Zwar war in diesem Jahr aus terminlichen Gründen der Aufbau einer Großanlage nicht möglich, aber eine ca. 20 m lange Strecke konnte im Schuppen des Bulderner Bahnhofes trotzdem hingestellt werden.


Der Modulaufbau im Bahnhof Buldern im Oktober 2015.


Aus der Gegenrichtung sieht man im Vordergrund dem im Rohbau befindlichen Bahnhof Vreden eines Vereinsmitgliedes.

Leider wurde nicht nach Fahrplan gefahren, doch bei der überschaubaren Anlage wäre dies sicherlich übers Ziel hinaus geschossen gewesen. Über drei Wochen konnten die Vereinsmitglieder nach Herzenslust ihre Schätze ausprobieren. Es war mir auch noch möglich einige schöne Fotos zu machen, wenn auch lediglich mit einigen Triebzügen, die allesamt auf der von uns nachgestellten Strecke Dortmund Gronau Enschede gefahren sind. Damit lasse ich es für dieses mal mit Text gut sein und zeige eine Reise durchs Münsterland im Maßstab 1:87.

Der Nachbau des Bulderner EG steht hier auf dem Bahnhof Vreden. Davor der clubeigene Talent der Prignitzer Eisenbahn.


Gerade in Merfeld abgefahren ist der Triebwagen der Baureihe 515.


Der Prignitzer Talent steht hier am Bahnsteig von Merfeld.


Auch ein Talent der DB Regio befindet sich im Besitz des MEC Dülmen.


Nicht nur das Modell des 515er von Kato ist bei der Einfahrt in Merfeld eine Augenweide.


Hinter dem zweiten Merfelder Bahnsteig erstreckt sich der Schrottplatz Ludzey, dessen Gestaltung nun auch Fahrt aufgenommen hat.


Hier fährt der Akkutriebwagen an den Gärten am Nachbau des Krummenweges in Dülmen vorbei.


Die Unterführung am Haverlandweg wurde schon vor 10 Jahren durch den MEC Dülmen nachgebaut.


Hier geht es an weiteren Häusern und Gärten mit Vorbildern in Dülmen vorbei...


... um abschließend kurz vor dem Schattenbahnhof Spiekerhof noch die Überführung "An den Wiesen" zu passieren.

Soweit einige Impressionen von diesem Arrangement. Natürlich konnte auch kein Wert auf die Einhaltung der korrekten Reihenfolge oder Ausrichtung der Module gelegt werden, dafür ist der Raum zu klein.

Bitte beachten Sie auch die neue Seite Bahnhof Buldern und der EfBB in diesem Blog, mit vielen Bildern, Infos und Links zum Bahnhof Buldern.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Schriftarten auf Stationsschildern

Wenn man schon ein Stück Ondrup im Bastelzimmer stehen hat, dann ist das die Gelegenheit weitere neue Erkenntnisse umzusetzen. Auf dem schon für den Umbau des Gartens genutzten Foto konnte man noch ein weiteres Detail sehen: Ein Stationsschild in Form eines Dreibocks. Diese Konstruktionen aus drei Stützen und zwei Stationsschildern sind zumindest in Dülmen und Merfeld ebenfalls dokumentiert. Leider kann ich die Bilder hier nicht zeigen. In Dülmen wurde eine Laterne als vordere Stütze mit verwendet. In Merfeld war es eine in den Boden gerammte Schiene. Die verwendeten Schriften sind nicht eindeutig zuzuordnen, ich denke es handelt sich um in Handarbeit erzeugte DIN 1451 Mittelschrift. Die Buchstabenbreiten passen aber nicht, daher tippe ich auf Handarbeit.

Der Dreibock mit einem Schienenprofil als vordere Stütze.

Für das Ondrup Modell habe ich auch auf die DIN 1451 Mittelschrift zurückgegriffen, die man sich im Internet kostenlos herunter laden kann. Ich habe mich für einen um eine Laterne herum gebauten Dreibock mit Schiene als vordere Stütze entschieden. Ich könnte mir aber auch die Laterne als Befestigungspunkt vorstellen. Vorteil der Mitnutzung einer Laterne ist, bei Modell und Vorbild, die damit vorhandene Beleuchtung des Stationsschildes. Auch die Bahnsteiguhr war nach meinem Eindruck von den Vorbildfotos in das Arrangement integriert. Die Schilder haben eine Breite von 2,3 cm, und eine Höhe von 0,6 cm (entsprichte 2,00 x 0,50 m beim Vorbild).


Laterne, Stationsschilder und Bahnhofsuhr bilden eine Einheit.

Bei diesen Nachforschungen habe ich mich mal wieder in das Thema Schriften bei der Bahn vertieft. Um das nicht zu vergessen schreibe ich es mal hier zusammen und lasse die Blogleser daran Teil haben. Wissenschaftlichen Anspruch erhebe ich nicht, und vieles ist abgeschrieben. Ich würde mich aber freuen, wenn sich einige Stationsbesitzer noch ein paar mehr Gedanken zu diesem Detail machen würden. Immernoch Modellbahnhöfe mit Arial-Beschriftungen zu sehen finde ich persönlich sehr frustrierend.

In der Kaiserzeit waren Schmuckschriften an Bahnhöfen oft zu sehen. Aufgrund der verschiedenen Länderbahnen lässt sich aber nicht DIE Schrift benennen. Bei preußischen Bahnhöfen war z.B. eine Schriftart gebräuchlich, die sich heute mit der Schriftart Tannenberg darstellen lässt. Allerdings haben sich auch bei den Preußen Schriften aus der Privatbahnzeit lange gehalten. In Dülmen kann man auf einem Foto aus dem Stadtarchiv nicht näher definierbare Großbuchstaben erkennen.

Mit der Verstaatlichung und der DRG kamen einheitlichere Schriften. Wer Bahnstationen aus den 1920er Jahren darstellt liegt mit "DIN 1451 Engschrift" meist richtig. Unterschied zur später gebrächlichen DIN 1451 Mittelschrift (DB) sind die schrägen "Dächer" einiger Buchstaben.


In Holtwick war noch bis zum Abriss ein Schild mit DIN 1451 Engschrift vorhanden. Ich hoffe dieses Schild konnte für die Nachwelt erhalten bleiben.

In den 1930er Jahren wurden viele Schriften weiter vereinfacht. Die DIN 1451 Mittelschrift wurde gebräuchlich. Da diese auf langlebige Email-Schilder gedruckt wurden haben sich viele dieser Schilder noch bis heute erhalten, wie die unten zu sehenden Beispiele zeigen. Bis in die 1950er Jahre war diese Schrift auch bei der Bundesbahn üblich.


Am Lüdinghäuser Stellwerk Ln hat sich ein altes Stationsschild mit DIN 1451 Mittelschrift DB erhalten.


In Bork ist eine Variante mit Klammern und kleinerem Stationszusatz angebracht.

In der Nachkriegszeit wurde dann die bis heute am längsten gebräuchliche Schriftart eingeführt. Wahrscheinlich zeitgleich mit dem Aufkommen des "DB-Kekses" im Jahr 1956 ging man zu einer klaren Schrift aus Großbuchstaben über. Über diese Schriftart und wie sie im Modell darzustellen ist findet man im Netz einiges. Ich bin mir sicher, dass es sich um die Schriftart "Erbar Grotesk" handelt. Viele werfen die frei herunterladbare "Bahnhofs Futura" in die Waagschale. Ich halte das für quatsch. Futura Schriften sind den DB Schriften nicht unähnlich, so werden zum Beispiel die spitzen Buchstabenenden dargestellt. Dafür passen die Rundungen nicht, war besonders beim "B" auffällt, der obere Bogen ist zu klein. Erbar Grotesk habe ich leider noch nirgends zum freien download gefunden.
Die Schrift wurde nicht nur für Stationsschilder, sondern auch für viele andere Beschriftungen in Bahnhöfen, wie z.B. Wegweiser oder Gebäudebezeichnungen genutzt. Auch die aus Beton gegossenen Buchstaben am Bahnhof Buldern sind in dieser Schriftart gehalten.


In Bonn-Oberkassel findet man auch heute noch dieses sehr breite und daher zweiteilige Stationsschild am Empfangsgebäude.


Ebenfalls noch vorhanden ist das Statinsschild der Blockstelle Feldhausen in Erbar Grotesk.


Auch das erst gestern aufgenommen Schild von Kattenvenne zeigt herrlich die Eigenheiten der Schriftart.


Und kurz geht es auch. Bork hatte zumindest vor 2 Jahren noch dieses Relikt zu bieten.

Die nächste Schrift wurde Ende der 80er Jahre (evtl. 1986) noch von der Bundesbahn eingeführt. Einher ging die Einführung mit dem Erscheinen der fern- oder lichtblauen Umrandungen der Stationsschilder, die nun mit der Schriftart Helvetica wieder kleine Buchstaben aufwiesen. Sehr schön hat Ralf Büker diese Schriftart dokumentiert, schaut euch mal diesen Link an: www.ralf-bueker.de. Zu sehen gab es aber auch viele alte Schilder, die einfach nur hellblau umrandet wurden. In Coesfeld gab es z.B. solche Exemplare.


Ebenfalls in Bonn-Oberkassel erhalten ist ein Stationsschild mit Helvetica Buchstaben und fernblauer Umrandung.

Seit 1998 hat die DB ihr Design komplett auf das heute gebräuchliche Blau umgestellt. Die Schrift heute ist eine extra hergestellte Abwandlung der Helvetica. Die Bahn AG hat sich diese und viele andere Schriftarten schützen lassen.


Als Beispiel für eine aktuelles Stationsschild zeige ich hier mal Cloppenburg. Deutlicher Unterschied ist auch, dass die Buchstaben nicht auf dem Schild zentriert werden.

Soweit mein Senf zum Thema Stationsschilder. Macht was draus, denn es lohnt sich. Am einfachsten ist es natürlich, das Foto eines Stationsschildes, so man es denn hat, in der passenden Größe auszudrucken.
Am Schluss noch ein besonderes Schild von unserer Hochzeitsreise:


Das Stationsschild der japanischen Bahnstation "Inari" in Kyoto. Weil in Japan mehrere Schriftarten gebräuchlich sind, werden die Stationen stets mit Hiragana, Kanji und lateinischen Buchstaben, zufällig nutzt man auch die Helvetica als Schriftart, beschrieben.

Nachtrag:
Keine Regel ohne Ausnahme. In ganz Deutschland hatte sich bei den Stationsschildern die Farbgebung weißes Schild mit schwarzer Schrift durchgesetzt. Ganz Deutschland? Nein, denn im Ruhrgebiet hatte man irgendwann einen anderen Weg eingeschlagen. Hier war weiße Schrift auf blauem Grund bei allen Schildern üblich, also auch bei den sonstigen Wegweisern und Informationsschildern, die auf einem Bahnhof gebraucht werden, als da wären: Ein- und Ausgangswegweiser, Gleisbezeichnungen, Hinweise über Schaukästen und auch Stellwerksbezeichnungen. Bei den Schriften scheint es sich vorwiegend um DIN 1451 Mittelschrift zu handeln. Mutmaßlich stammt diese Beschilderung also noch aus den 30er Jahren. Es wurden aber in den 50ern noch blauen Schilder mit Erbar Grotesk hergestellt, z.B. in Essen scheinen in den 60er Jahren noch viele Schilder ausgetauscht worden zu sein, wie man hier auf dem Foto von Herbert Schambach auf www.bundesbahnzeit.de sieht. In den 70ern findet man diese Schilder dann aber auf Fotos nicht mehr.


Am Stellwerk Westerholt West Ww hängt noch heute das blaue Stationsschild mit weißer Schrift, sogar der Hersteller ist noch klar erkennbar.

Schon erstaunlich, dass sich diese Farbgebung, vielleicht mit einem um einige noancen dunkleren Blauton, heute durchgesetzt hat.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Fremotreffen Rheda-Wiedenbrück 2015

Die dunklen Monate sind immer Saison für Fremotreffen in unserer Region. Dieses Jahr eröffnete das Neben- und Privatbahntreffen in Rheda-Wiedenbrück den Reigen. Nach einem mehrjährigen Gastspiel in einem Gemeindezentrum ist das Treffen seit drei Jahren wieder in die Parkschule zurückgekehrt.


Seit vielen Jahren das Herzstück des Fremotreffen in Rheda ist der Bahnhof Neulippertor. Hier befindet sich der Hauptsitz der "Westlippischen Eisenbahn", kurz WLE.

Ich selbst habe nur mit einigen Streckenmodulen und einer Hand voll Güterwagen an dem Treffen teilgenommen. Leichtes Gepäck also. So kann man dann aber anderen beim Tragen und Packen helfen. Fürs Spielen ist es egal, wem die Module und Fahrzeuge gehören.


Friedrichstal, eine sehr gelungene Ortsdurchfahrt mit einigen Industrieanschließern.

Thema war eine in Neulippertor beginnende Privatbahnstrecke im Jahr 1965. Neulippertor wurde durch eine Staatsbahnstrecke tangiert, die zwischen den Schattenbahnhöfen Dipperz und Neubeckum betrieben wurde. Dipperz war dabei der mit der Zugbildung betraute Schattenbahnhof, der immer besetzt war, Neulippertor wurde im Selfservice innerhalb des Zugleitbetriebes betrieben. Zugleitbetrieb, da war doch was? Stimmt! In einem Blogpost aus dem Dezember 2011 habe ich das Thema am Ende des Beitrages einmal kurz vorgestellt. Damals haben wir das Verfahren auch beim MEC Dülmen erfolgreich angewendet.


Der Schattenbahnhof Dipperz mit den zur Verfügung stehenden Güterwagen und Triebfahrzeugen.

An der Privatbahn lagen die Betriebsstellen Neulippertor, WiMeBa, Bülthausen, Deutz, Steinhorst, Hilgenberg und Wasserburg. Zum Einsatz kamen Privatbahn Triebfahrzeuge und Güterwagen aller Direktionen. Die gesamte Strecke wurde im vereinfachten Zugleitbetrieb befahren.


WLE Lok DL 0041 mit einem GmP im Bahnhof Bülthausen. Rechts stehen O-Wagen mit Formsand zur Abholung bereit.

Die Staatsbahn bestand aus den Betriebsstellen Dipperz, Friedrichstal, Neulippertor, Holzdamm, Kohlenhafen, Hasselbeck, Asphaltmischwerk und Neubeckum. Zum Einsatz kamen hier Bundesbahntriebfahrzeuge. Absehen zwischen dem Teilstück zwischen Dipperz und Neulippertor, wo Zugmeldebetrieb durchgeführt wurde, war auch hier Zugleitbetrieb angesagt. Das gesamte Arrangement hatte eine Kantenlänge von ca. 120 m und schlängelte sich durch die Flure und drei Klassenräume der Grundschule.


Die Firma Mewegra am Holzdamm.

Der Güterverkehr beherrschte den Betrieb während des gesamten ca. 3 stündigen Fahrplans. Aber auch einige interessante Triebwagendienste waren zu leisten. Die Dienste wurden meist aufgeteilt in Zugführer und Tiebfahrzeugführer. Durch das gemeinsame Fahren der Züge konnte man sich bei den teilweise recht komplexen Aufgaben unterstützen oder ungeübte Fremoikaner anlernen. Auch einige Kinder hatten dadurch Spass am Spiel.


Eine 50 kab mit einem gemischten Güterzug am Abzweig zur Privatbahn.

Ein weiteres Highlight war mal wieder die Möglichkeit gemeinsam zu basteln. In den Pausen und nach Betriebsschluss stand ein Klassenraum zum gemeinsamen Frokeln an Güterwagen und anderen Modellen zur Verfügung. Insgesamt 10 Teilnemer nutzten diese Gelegenheit. Meine Ergebnisse dieser Bastelsession werde ich in Kürze hier präsentieren.


Ein VT 98 hat gleich den Schattenbahnhof Neubeckum erreicht.

Rheda 2016, ich komme gerne wieder!

Für alle die noch nicht genug habe gibt es hier in der Treffengalerie viele weitere Fotos von Arrangement und Fahrzeugen.

Montag, 14. September 2015

Gartenumbau in Ondrup

Heute geht es, nachdem wir erfolgreich in die Nachbarschaft geblickt haben, tatsächlich mal wieder in Ondrup weiter.

Seit einem Jahr liegt mir eine Aufnahme vor, welche einen Teil der Bahnsteige, den Bahnübergang und den Eisenbahnergarten zeigt. Weil das Ondrup Modell ja eine möglichst vorbildgerechte Nachbildung des Vorbildes sein soll stand für mich fest, dass ein Umbau zumindest der Hauptmerkmal erfolgen musste.

In meinem Blogpost aus dem Jahr 2011 hatte ich schon vom Eisenbahnergarten berichtet. Jetzt ist es ihm an den Kragen gegangen. Falsch waren auch meine Informationen zu den Bansteigsperren. Zumindest nach dem Krieg gab es diese anscheinend nicht mehr.


Der Eingangsbereich des Gartens mit der Wäscheszene vor dem Umbau.

Entgegen meines 2010er Nachbaus waren die Flächen anders getrennt. Zur Straße in hatte ich eine gepflegte Hecke gepflanzt. Auf der Bahnsteigseite wurde der Garten durch wildes Strauchwerk begrenzt.


Hecke an der Straße, wildes Gebüsch zwischen Garten und Bahnsteig.

Ein weiteres Detail, welches mich schon immer störte, war die Trassierung der Straße, die aus Richtung Lüdinghausen auf die Ondrupper Chaussee trifft. Sie verlief auf das Nebengebäude des Empfangsgebäudes zu.


Der 1:87 Motorist lief Gefahr bei Bremsversagen im Stall zu landen.

Der Vorteil am Landschaftmodellbau mit Leim ist, dass man alles mit ein paar Spritzern Wasser wieder auflösen kann. Bei einem Wassereinbruch im Keller ist das fatal. Für Nachbesserungen oder Modernisierungen des Landschaftsbaus ist es von großem Vorteil. Auf dem Bild oben habe ich schon einige Wiesenflächen geflutet. Von Vorteil ist auch eine gute Archivierung von Landschaftsbaumaterialien. Zum Glück hatte ich noch alles, nun sind die Vorräte aber verbraucht.
Die Hecken wurden natürlich mit Cuttermesser gefällt. Dieses Heki-Kompaktlaub ist heutzutage schwer aufzutreiben. Und auch einige Gartenpflanzen wurden behutsam ausgegraben.


Die aufgefrischte Ansicht des Gartens. Neben dem neuen Zaun, den versetzten Hecken und dem umsortierten Garten sieht man hier den neuen Eingang zum Bahnsteig. Das Sperrenhäuschen habe ich zu einem Unterstand umfunktioniert.

Die Hecken wurden an den Bahnsteig versetzt. Sie standen zwischen der Wildhecke und den Drahtzügen. Die Schranken der Bahnsteigsperren habe ich ersatzlos gestrichen. Am Zugang zu Gleis 1 steht jetzt ein Unterstand. Der sah bestimmt anders aus (evtl. Betonhütte?), bleibt aber vor dem Auftauchen von neuen Bildern erstmal in diesem Zustand.


Es sind neue Hochspannungsleitungen gewachsen. Diese Masten standen beim Vorbild scheinbar mitten in den Beeten. Ein 624 ist mir inzwischen auch "zugefahren".

Masten für Freileitungen hatte ich noch, müsste Auhagen sein. Zaunpfosten entstanden aus Bastelhölzern und wurden Braun angemalt. Ich nehme an es war ein Maschendrahtzaun. Entsprechendes Material für eine Umsetzung in H0 muss ich mir noch besorgen. Durch das Umlegen der Straße um 3 cm nach rechts entstand noch etwas Platz, der noch mit Nutzpflanzen gefüllt werden konnte. Abschließend habe ich den Grünstreifen entlang der Straße, in dem die Zaunpfosten stehen, noch neu mit lange Grasfasern begrünt. Vor 5 Jahren stand mir noch kein Begrasungsgerät zur Verfügung. Jetzt schon. Es macht schon einen großen Unterschied, ob man die Gransfasern einfach nur aufzustreut und mit dem Staubsauger nachzurichtet, oder sie gleich senkrecht in das Leim-Wasser-Gemisch zu schießen.


Der neue Verlauf der Straße und die Erweiterung des Eisenbahnergartens auf die frei gewordene Fläche.

Alle Umbauten sind noch nicht durch. Es wird noch ein wenig Gras und Buschwerk nachgesetzt. Und an Gleis 1 Stand wahrscheinlich ein großes Bahnsteigschild auf drei Beinen, an dem zwei Ondrup-Schilder in einem Winkel von 45° montiert waren. Das muss ich aber noch absichern. Vielleicht mal eine Gelegenheit hier etwas generell mal etwas über Bahnhofsschilder zu schreiben...


Ein alter Bekannter am neu gestalteten Bahnsteig. Ein Talent der Prignitzer Eisenbahn. Die Hecke unterstreicht den Verlauf der Drahtzüge.

Für den MEC Dülmen konnte ich, zumindest meiner Meinung nach, einen Lang gehegten Wunsch erfüllen. Bei einem Modellbahnhändler sprang mir ein Brawa Talent der Prignitzer Eisenbahn ins Auge. Der ist zwar, im Gegensatz zu den bis 2011 eingesetzten Triebwagen auf der Linie RB51, nur zweiteilig, aber das nächste was der Markt bietet. Vielleicht kann man ja mal einen Mittelwagen auftreiben und diesen entsprechend umlackieren. Die Türhöhe passt glaube ich auch nicht. Es wird nicht auffallen, trotzdem ein schönes Modell, was an eine immerhin 7 jährige Episode zwischen 2004 und 2011 auf der Westmünsterlandbahn erinnert.


VRR-Logos und das falsche Zugziel werden noch verschwinden, und auch einige typische Decals müssten sich ncoh auftreiben oder herstellen lassen.

Donnerstag, 10. September 2015

Güterschuppen in Buldern Teil 2

Beim letzten Post hatte ich so etwas wie eine To Do Liste, welche Arbeitsschritte noch am Güterschuppen nötig waren. Diese Liste habe ich jetzt zu meiner Zufriedenheit abgearbeitet, so dass auch der Güterschuppen als fertig bezeichnet werden kann.

Zunächst war das Verfugen der Ausfachung dran. Das von mir verwendete Produkt stammt von H0fine, Staub Pigmentfarbe #657. Bisher habe ich solche Staubfarbe immer nur trocken aufgetragen und dann feucht abgewischt. Dieses mal habe ich die Mauerplatten zunächst eingefegt und anschließend mit dem Deozerstäuber befeuchtet.


Die mit Wasser verflüssigte Staubfarbe von H0fine.

Die so entstehende Pampe kann man mit dem Pinsel weiter in die Fugen (zur Erinnerung: zwischen Mauerplatten und Fachwerk habe ich immer eine leichte Fuge gelassen) eingearbeiten. Dieser Vorgang kann beliebig wiederholt werden, bis alle Spalte gefüllt sind.


Am besten wischt man diagonal zu den Mauerfugen, dann holt man nicht zu viel Material heraus.

Das Dach ist mal wieder eine leichtere Übung. Aus 0,5 mm Polystyrol ausgeschnitten, an den Kanten winklig geschliffen und dann verklebt. Die Dachschalung ist aus Echtholt, aber das sieht eh keiner. Rundherum kamen wieder Regenrinnen von Auhagen.


Die drei Teile des Daches. Die Schräge zum Empfangsgebäude hin entstand übrigens erst mit dem Bau des neuen EG in den 50er Jahren.

Richtig frickelig waren mal wieder die Fenster. Die sieben Rahmen habe ich aus Auhagen Fenstern zusammengeschnibbelt. Einfach in der Mitte so lange etwas weg schneiden bis es passt und dann wieder zusammen kleben. Weiß lackiert, fertig. Zunächst für nicht baubar hielt ich die Gitterstäbe vor den Fenstern, im Vorbild 5 cm dicke Eisenstangen. Die habe ich aus 0,75 mm Polystyrol-Stäben gemacht.


Die Bauteile für die Fenstergitter: 0,75 mm Stangen und 0,5 mm dicke und 1,5 mm breite Profile für die Wangen.

Die Wangen, die auch beim Vorbild die Stäbe halten, musste ich selbst herstellen. Die genauen Maße wurden angerissen. Ich habe die Teile aus der vollen Platte geschnitten, weil ich so erst bohren und dann schneiden konnte. Ich fürchte wenn man versucht die Profile zu bohren beulen diese an den Kanten zu leicht aus. Anschließend werden die Wangen lederbraun lackiert, aber nicht in den Löchern, dann kriegt man die Stangen nicht mehr hinein.


Fertig für die Montage sind hier die Einzelteile für die Gitter.

Die sechs Teile habe ich dann zusammengesteckt, auf die Fenster gelegt und die Wangen mit der Pinzette nach außen gedrückt. Zwei Tropfen Revell-Kleber je Seite, schon sitzt alles. Die Gitterstäbe habe ich nicht lackiert, denn sonst passen auch diese nicht mehr durch die Bohrungen.


Fertig montiertes Fenster mit Gitterstäben.

Tore habe ich dann auch noch gefrokelt, das aber nicht dokumentiert. Polystyrolplatten und Profile von der Stange, nichts Aufregendes. Die Eingangstür entstand auch im Selbstbau. Das Milchglas habe ich durch das Zerkratzen einer Klarsichtfolie erzeugt. Das ginge aber besser. Der Türknauf besteht aus einem 0,75 mm Stab und einem Scheibchen vom 1,2 mm Stab.


Eingangstür, Rampe, Treppe und verschiedene Fenster.

Tja, und vor der großen Bilderschau zum Schluss fällt mir noch auf, dass ich nichts zu den Rampen erzählt habe. Die sind aus 2 mm Polystyrol. Genau wie die Stützen. Für die im Vorbild 26 cm dicken Stützen habe ich durch Aufdoppeln der 2 mm Platten mit 1 mm Platten erzeugt und dann passend ausgeschnitten und winklig und auf Maß gefeilt. Die Treppen stammen aus einem Faller Tütchen und wurden mit der Roco Säge abgeschnitten.


Der weitgehend fertig Schuppen von der Gleisseite aus gesehen.

Als letzte Verzierung habe ich noch die rostige Stahlkante an der Rampe angebracht, auch dieses 0,25 x 2,00 mm Profil gabe es so zu kaufen. Sonstiger Kleinkram ist entstanden wie üblich: Kamin aus Mauerplatten, Dachbalken aus Polystyrol usw.


Auf der Straßenseite sieht es jetzt so aus. Die offenen Schuppentore schreien noch nach einer Gestaltung mit diversen Ladegütern.

Bald muss dann am Verein mit dem Bau des Bahnhofes begonnen werden. Bis dahin kommt das Modell wohl erstmal in eine Vitrine. Für die Präsentation muss ich mir noch etwas schöneres als die Styrodurklötze einfallen lassen.


Empfangsgebäude und Schuppen.

Hier im Blog geht es garantiert bald mit der nächsten Baustelle weiter, ich denke es ist noch genug zu tun.


Von der Ecke der Wartehalle, wo noch der Rammschutz aus Beton an der Spitze fehlt, sieht der Bahnhof jetzt auch aus wie der Passant ihn kennt.

Beim Vorbild geht es im Moment in der Kanzel auf zum Endspurt, zur Zeit ist die Treppe dran.

Auf Drehscheibe online sind in der letzten Woche erfreulicherweise noch Vorbildfotos aus Buldern aus dem Jahr 1988 aufgetaucht.


Ein historischer Bahnhof und moderner Bahnbetrieb. Vor unserem Vereinsheim ist auch heute noch richtig was los. 101 038-8 am 08.09.2015.